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Paladin

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Dienstag, 23. April 2013, 20:36

Für was sind die 4 Stk 10x30er leisten die du Verleimt hast?
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Dienstag, 23. April 2013, 22:18

Sehr schönes Update.

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Dienstag, 23. April 2013, 22:34

Sehr saubere, schöne und gründliche Arbeit. Ich bin neidisch auf die Werkstatt und auf dein Können :S :D Aber bei mir wird das schon, ich habe ja noch Zeit ;D

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Mittwoch, 24. April 2013, 11:03

Kann mich wie bei den letzten Post auch diesmal wieder meinen Vorrednern anschließen, einfach sehr gute Arbeit

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Obi-Wahn (24.04.2013)

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Mittwoch, 24. April 2013, 15:15

Für was sind die 4 Stk 10x30er leisten die du Verleimt hast?

Das erklär ich gleich :)

5.) KONSTRUKTION DES ABLAGETEILS PT2

Nachdem ich das verleimte Kreuz über Nacht trocknen lassen hab, ging es am nächsten Tag erst mal daran es wieder auszuspannen.


Auch die 4 Stk. 10 x 30er Leisten hab ich aus dem Tixo-Wrap befreit. Leider ist etwas Leim übergequollen und auch das Verpackungstixo hat etwas seiner braunen Oberfläche zurückgelassen... (ACHTUNG: Das ist noch das alte Bild mit den 3 Leisten)


Daher hab ich gleich mal als erstes die Leisten eben geschliffen.


Als nächstes hab ich das Loch für die Drehachse in das Kreuz gebohrt. Dazu hab ich wieder den uns bereits bekannten 20mm Forstnerbohrer verwendet und ein Loch komplett durchgebohrt. Und wie immer lautet der Drill für gutes Arbeiten: Zuerst anzeichnen, 2 x kontrollieren ...


... und einmal bohren :) Das Grundkreuz ist somit schon fertig.


Für die Führungsschienen hab ich jeweils eine Leiste mit 10 x 15 und eine mit 10 x 20 mm mit einem Klebeband verbunden. Dies dient im Moment dazu, dass beim Bohren sich möglichst nichts verschiebt.


Wichtig bei den Führungsschienen ist, dass die Innenkante der schmäleren Leiste so glatt wie möglich ist, auf keinen Fall sägerauh. Das würde den Widerstand erhöhen und die Aufnahme von Sprühnebel erleichtern. Konsequenz: Ihr müsstet ggf. schnell eine neue Ablage bauen.


Wenn alle Leisten passend zusammengeklebt sind und die Löcher gebohrt wurden kann man das Klebeband entfernen.


ZWISCHENSCHRITT: Es musste schnell gehen, daher sind keine Fotos gemacht worden. Nachdem ich das Klebeband entfernt hatte, hab ich zwei der Leistenkombinationen so gekürzt, dass ein paar beim Kreuz durchgeht, und das andere passend anstößt. In der Mitte werden bei den zwei Leistenpaaren etwa 7 cm herausgeschnitten. Dabei muss man aufpassen dass man die Leisten nicht vertauscht.
Als nächstes hab ich die 10 x 15er Leisten beidseitig mit Leim bestrichen (dazu eignet sich am besten ein Pinsel, der kann dann auch ausgewaschen werden), hab die schmalen auf die breiten Leisten aufgesetzt (dabei hab ich mich an die gebohrten Löcher orientiert) und hab das Paket dann bündig mit der Außenkante auf das Kreuz gesetzt.
Ein paar Nägel haben dann den nötigen Anpressdruck gegeben und gleichzeitig dafür gesorgt, dass die Leisten nicht übermäßig sich verrutschen würden wie es bei der Verwendung eines Klebebandes der Fall gewesen wäre.

Das fertige Ergebnis sieht dann so aus:




Als nächstes hab ich mich an die Auflageblöcke gemacht.
Sobald der Leim der Führungsleisten trocken war, hab ich die verleimten 10 x 30er Leisten (hier, Paladin ;) ) eingesetzt und kontrolliert ob es passt.


Leider hat es nicht ganz gepasst da durch das Nageln die Leisten etwas verschoben wurden. Das ist aber kein großes Problem, denn ich hab schon vorweg mit genügend Überstand in der Planung für ausreichend Toleranz beim verleimen gesorgt. Daher konnte ich von dem 40 x 30er Block einfach von der Seite etwas wegschleifen bis es gepasst hat.


Zu guter Letzt hab ich dann auf den 40 x 30er Block noch eine 10 x 40er Leiste (ich hab hier ne Spanplatte verwendet die herum lag) mittig aufgeleimt. Das ist der "Wiederhaken" der die Auflageböcke in der Schiene hält.


Der Auflageblock in der hier gezeigten "Rohfassung" sollte optimalerweise so passen...


Während das Trocknet hab ich mich inzwischen an die Drehachse gemacht. Da es keine günstigen 19er Bohrer gibt und im Baumarkt auch 19er Hartholzrundstäbe nicht auf Lager sind, hab ich halt die gekaufte 20er Rundstange auf ca. 19,5mm abgeschliffen. Danach hab ich mit meiner bewährten Japansäge einen Schlitz in die Rundstange geschnitten. Das verleimte Untergestell hat dabei gleich gute Dienste als Haltevorrichtung geleistet :)


Umd den Kreuz seine endgültige Stabilität zu verleihen brauchen wir diesmal einen etwas dünneren Hartholzkeil...


... den wir wie bekannt mit etwas Leim bestreichen.


Das fertig verleimte und trockene Kreuz mit den Führungsschienen hab ich dann auf den Rundstab gesteckt nachdem ich das gebohrte Loch innen mit etwas Leim bestrichen hab. Wichtig ist dabei zu erwähnen dass der Rundstab im Kreuz etwa 0,5 - 1 mm unter die Oberfläche vom Kreuz zurückstehen sollte. Das erspart uns etwaiges herumfummeln nach dem einschlagen des Keiles.


Der Keil wurde dann in den vorbereiteten Schlitz getrieben...


... und abgebrochen. Das klingt zwar etwas harsch, aber ist durchaus vertretbar da wir sonst den Aufbau anders und durchaus komplizierter hätten durchführen müssen.


Sobald der Leim etwas abgebunden hat, hab ich ihn mit einem scharfen Stemmeisen einfach weggeschabt.


Und so sieht dann das Zwischenergebnis nach dem vorläufigen Zusammenbau aus...


Das wars schon wieder für heute. Nächstes mal bekommen wir den Lackierbock fertig :)


PS.: Für Leute mit einer Oberfräse inkl. Führungstisch: Ihr könnt es euch natürlich ersparen die Leisten einzeln zu verleimen und zu vernageln und einfach aus einer 20 x 20er Leiste einen 5 x 10mm Falz fräsen. Wenn Ihr das machen wollt, bietet es sich natürlich an dass zuerst das Kreuz mit der Drehachse verleimt wird, dann die Oberfläche schön glatt geschliffen wird und die von euch gefrästen Führungsleisten dann angeschraubt werden.
Die von mir hier gezeigte Thematik dass die Leisten erst verleimt und vernagelt werden zielt nämlich darauf hin ab, dass wenn die Führungsleisten verleimt werden müssen, sie irgendwie befestigt werden müssen. Mit Klebeband ist das praktisch nicht möglich, da kommt wirklich nichts gescheites bei raus. ABER: Die Nägel werden am besten eingeschlagen wenn das Kreuz flächig aufliegt. Dieses Problem der Vibrationen und Kraftübertragung auf die frische, potentiell noch nicht durchgetrocknete Leimfuge hat man natürlich beim Schrauben nicht.
Daher bietet sich folgendes an: gefräste Führungsschienen -> Schrauben, geleimte Führungsschienen -> Nägel.

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Mittwoch, 24. April 2013, 17:25

Warum hast du die Auflager aus 4 Schichten verleimt, etwa das sich nix verzieht?

Ich hätte aus den Winkelleisten den Falz mit der Tischkreissäge einfach raus geschnitten. Dachte zu anfang aber auch daran das kreuz direkt aus einem Stück zu machen. Also mit einem Schwalbenschwanzfräser eine V Nut rein machen und V Nut leisten dazu. Dürfte doch auch gehen oder?

Aber auf jeden fall schaut das schon mal sehr massiv aus. Schöne Arbeit.
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Mittwoch, 24. April 2013, 17:45

Warum hast du die Auflager aus 4 Schichten verleimt, etwa das sich nix verzieht?

Nein, einfach damit wenig Material übrig bleibt. Grundsätzlich kann man sich das meiste Verleimen sparen wenn man gleich eine 40x30 Leiste nimmt oder ganz wenn man eine 50 x 40 Leiste nimmt und mit der Kreissäge ausschneidet. Aber das war nicht das Ziel. Mein Ziel war - abgesehen vom funktionstüchtigen Lackierbock, OFC - dass jemand der es Nachbaut möglichst keine Komplexen/Teuren Maschinen braucht.
Zusätzlich bleibt wenn man es so verleimt nur wenig "Abfall" übrig.

Weil wenn ich es machen würde wie es für mich am einfachsten währe, würde ich die 22cm für die Auflageflächen aus einem Stück 50x40 machen und ausfälzen, genauso wie die L-Leisten, die hätte ich aus 20 x 20er gemacht und auch gefälzt.
Doch um des Tutorials willen und um rücksicht auf Leute zu nehmen die keine Maschinen haben hab ich es so gemacht.

Ich hätte aus den Winkelleisten den Falz mit der Tischkreissäge einfach raus geschnitten.
Kannst du natürlich machen - wenn du ne Kreissäge hast...

Dachte zu anfang aber auch daran das kreuz direkt aus einem Stück zu machen. Also mit einem Schwalbenschwanzfräser eine V Nut rein machen und V Nut leisten dazu. Dürfte doch auch gehen oder?
Jaein. Theoretisch geht das schon, aber wenn du das so meinst wie ich denke dass du es meinst kann es sein dass - je nach Gewicht was das zu lackierende Stück hat - die Eingefrästen Teile einfach mal abbrechen könnten.
Meiner Meinung nach ist die von mir beschriebene Kreuzüberplattung am geeignetsten, aber was die Tragkraft im Verhältnis zu der eingefrästen Variante angeht, so käme das auf ein Experiment an...


Aber auf jeden fall schaut das schon mal sehr massiv aus. Schöne Arbeit.
Danke. :)
Massiv ist als Tischler manchmal notwendig. Auf so einem Lackierbock hab ich schon ganze Kastenhäupter lackiert, da braucht man schon was massives...

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Mittwoch, 24. April 2013, 18:16


Dachte zu anfang aber auch daran das kreuz direkt aus einem Stück zu machen. Also mit einem Schwalbenschwanzfräser eine V Nut rein machen und V Nut leisten dazu. Dürfte doch auch gehen oder?

Jaein. Theoretisch geht das schon, aber wenn du das so meinst wie ich denke dass du es meinst kann es sein dass - je nach Gewicht was das zu lackierende Stück hat - die Eingefrästen Teile einfach mal abbrechen könnten.
Meiner Meinung nach ist die von mir beschriebene Kreuzüberplattung am geeignetsten, aber was die Tragkraft im Verhältnis zu der eingefrästen Variante angeht, so käme das auf ein Experiment an...


Ne, ich meinte schon das Kreuz mit Überplattung, aber dann die Führungen einfräsen.

Aber wie du schon geschrieben hast sollte es ja ohne großen Maschienen einsatz gehen. Das finde ich klasse das du es so machst das es einfach nachzubauen ist.
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Mittwoch, 24. April 2013, 19:27

Achso das meinst du. Ja, das ist natürlich machbar. Wenn du die Führungsnuten über beide vollen Längen machst, und die Auflagepads (die ich morgen zeige) vorne beide seiten je 45° abwinkelst, kannst du - theoretisch zumindest - auf eine Mindestablagefläche von 10 x 10 cm kommen. Ist natürlich abhänig davon ob du die einzelnen Pads dann die 5 cm lang machst wie ich es morgen zeigen werde.

Ich würde an deiner Stelle nur darauf acht geben dass die Nut zumindest 1 cm tief ist, weil es sonst zu Stabilitätsproblemen kommen könnte.

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Donnerstag, 25. April 2013, 22:08

Wie viel denkst du kannst du auf den Lackierbock draufstellen?

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Freitag, 26. April 2013, 16:26

@ringo: Da ich hier ein paar Abschläge machen musste kann ich es dir nicht genau sagen, aber bei einem ähnlich aufgebauten Bock konnten wir Locker Kastenhäupter lackieren. Die haben idR. so zwischen 13 und 16 Kilo.

Gestern hatte ich viel zu tun, daher kam ich nicht mehr zum posten. Sry dafür.

6.) FINISHING

Also, als erstes hab ich nochmal geschaut ob der verleimte Block den wir dann gleich auf die einzelnen Ablageflächen aufteilen überall gut durchpasst.


Sieht ganz gut aus. Leider ein bisschen mehr Luft als erwartet, aber das wird schon. Auf jeden Fall hab ich darauf geachtet dass etwaig überstehender Leim in den Führungsschienen die Funktion nicht beeinträchtigt.


Nachdem das sichergestellt war, hab ich die 22 cm lange Schiene auf je 5 cm lange Blöcke aufgeschnitten.


Danach kam das bereits erwähnte Abwasserrohr dran. Grundsätzlich braucht man nur einen Halben Meter, aber dieser muss von vorne bis hinten denselben Durchmesser haben. Ich hab hier ein Rohr mit einem Durchmesser von 110mm verwendet, das meiner Meinung nach die ideale Größe ist. Kleiner würde vermutlich der Funktion im weg stehen und größer einfach zu sperrig werden.
Als ersten Arbeitschritt hab ich das zugespitzte Ende um einen Zentimeter gekürzt.


Den dabei entstandenen Ring hab ich einmal durchgeschnitten...


... denn er ist gleich eine Ideale Hilfe zum Anzeichnen des Rohres. Einfach überschieben - messen - anzeichnen. Zum Anzeichnen hab ich einen Marker verwendet weil der Bleistift nicht wirklich drauf hält.


Das abschneiden ging ganz leicht, wer eine Kreissäge hat kann die Rohre theoretisch auch dort abschneiden. Bei meiner ging das nicht weil der Balken zum Niederpressen (im Hintergrund zu sehen) nur 105mm hoch geht *duh*


Mit meinem Winkeleisen hab ich dann in etwa die Mitte angezeichnet...


... und schon waren sie halbiert :)


Bei einem Teil hab ich nochmal die Mitte markiert und dann 2 Löcher angezeichnet.


Wenn man dann die vier Teile übereinander stülpt...


... braucht man nur 2 Löcher bohren :)




Als nächstes hab ich noch 4 Päckchen aus einem herumliegenden Stück 20 x 30er Leiste geschnitten. Grundsätzlich geht auch nur 10 x 30, aber persönlich bevorzuge ich die 20 x 30er weil das Risiko durch abprallenden Sprühnebel ggf. reduziert wird.


Mit zwei Schrauben hab ich dann ein "Lackierbock-Sandwich" gemacht. Bei mir ging es so weil die Maserung passend verlaufen ist, aber wer auf Nummer sicher gehen will sollte passend vorbohren damit das untere Paket nicht gesprengt wird.


Schon fast fertig. Sobald die "Sandwichs" zusammengeschraubt sind kann man sie schon mal auf Probe einsetzen.




Was ein unschönes Detail am Rande ist, ist dass beim zusammenschieben die Führungsschienenabdeckungen sich gegenseitig im Weg sind.


Daher wird zuerst angezeichnet...


... und nach dem abschneiden passt die Geschichte schon zusammen.


Da wir ja wenn wir bereits einseitig Lackiertes auf die Auflageflächen auflegen nicht wollen dass die Oberfläche zerkratzt wird, schneiden wir erst mal aus einem alten Teppich (oder einem Muster) 4 Streifen mit 30 x 50 mm aus.
Beim schneiden werden auf den Rändern sicher Fasern wegstehen. Ich hab die einfach mit einer Schere grob vorgeschnitten und dann mit einem Feuerzeug verschmolzen. Daher zahlt sich bei diesem Teppich einer aus Kunstfasern aus.


Nachdem ich die Teppichstücke probeweise aufgelegt habe...


... hab ich sie mit Leim bestrichen und einige alte Platten draufgelegt um sie möglichst gleichmäßig zu pressen.
Wenn Ihr keine alten Platten habt, kann eine einzige reichen auf die ihr dann ein paar Bücher (Telefonbücher z.b.) drauflegt.


Und so sehen die Auflagen dann fertig aus




Weil die Auflagen ja permanent herausrutschen würden wenn man nicht aufpasst...


... verwende ich 4 Abfallstücke als Endkappen.


Zuerst vorgebohrt...


... dann die Auflage eingeführt...


... und zugeschraubt. Hierbei ist es sehr wichtig dass die Endkappe nicht verleimt wird, weil wenn man die Auflagen mal herausnehmen muss (Wartung, Teppichtausch, etc.) man sonst erst wieder viel mehr Arbeit hat.



Guess what: Die grobe Arbeit ist getan. Wir haben einen funktionsfähigen, drehbaren Lackierbock mit verstellbarer Auflagefläche *yay*








Nächstes mal wird der letzte Post der Reihe, da kommen dann noch einige kleine aber essenzielle Tips und Touch-Up-Arbeiten dran :)
In diesem Sinne,
Stay Tuned ;)

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Freitag, 26. April 2013, 22:02

Sind das PP-Rohre?

Wenn ja - echt keine dumme Idee - ich kenne kaum etwas was Lack abweisender ist als die Rohre - das ist perfekt, da schrubbt man mal mim Lappen drüber und ist alles wieder sauber.

FInd es wirklich super bis jetzt - besonders die Tutorial-Form!

So long :0)
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Freitag, 26. April 2013, 23:08

Gefällt mir auch sehr gut. Ich denke ich werd mir das mal in ähnlicher weise nachbauen.
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Samstag, 27. April 2013, 15:52

Sind das PP-Rohre?
Jep, das ist ein PP-H rohr, schwerentflammbar.

7.) TOUCHUPS
In diesem Kapitel gibt es noch ein paar Tipps was den Lackierbock betrifft.

Zuerst mal die PP-Rohre. Wie der_george schon richtig bemerkt hat lassen sich diese Rohre recht leicht reinigen. Meiner Erfahrung nach kann es aber bei bestimmten Lacksorten zu Komplikationen kommen.


Zur Behandlung hab ich eine DÜNNE Schicht eines Fettes auftragen (ist dabei egal was für ein Fett solange es nicht das Rohr angreift) Das Fett haben wir seit Ewigkeiten daheim rumstehen, daher dieses.




Damit aber Staub und Teilchen nicht gleich auf dem Lackierbock haften bleiben, und man nicht jedes mal fette Finger bekommt, bekommt die Geschichte erst mal eine deckende Lackschicht. Wichtig ist dabei und bei jeder Lackierarbeit dass die 4 Teppichstücke sauber bleiben. Wenn Lack auf den Teppich kommt und hart wird, ist der Teppich nutzlos, er könnte eine lackierte Oberfläche zerkratzen.


Danach erst mal trocknen lassen.


Ein weiteres Problem können Steinchen werden auf die der Lackierbock gestellt werden könnte. Daher hab ich erst mal aus einer alten Bettsprosse...


... vier Päckchen geschnitten...


... gefast...


... gebohrt und versenkt...


... und unten Angeschraubt. Das hat den Vorteil dass der Bock sicherer steht, und ggf. leichter Adjustiert werden kann wenn durch das verleimen irgendwas schief geworden ist.




zu guter Letzt hab ich noch ein Stück Resopalkante einer Küchenarbeitsplatte (auch Melaminharzplatte genannt) zugeschnitten...


... und auf die 40 x 10er Leiste aufgeleimt. Vorher musste ich zwar ein bisschen was wegschleifen damit es dann wieder hineinpasst, aber das hat den Vorteil dass die Auflageteile besser auf dem Holz gleiten. Wenn man ganz sicher gehen will, leimt man vor dem verleimen der Führungsschienen in die Mitte auch noch jeweils ein Stück Kante. Vergesst aber dann nicht die Maße zu korrigieren.
Auch noch wichtig zu erwähnen: Beim verleimen mit Weißleim muss man eine Zwinge nehmen weil man dabei einen Anpressdruck braucht. Klebeband ist (jetzt) nicht machbar. Wenn ihr also erst nachträglich das kleben wollt, und keine Zwingen habt, verwendet statt dem Weißleim einen 1K-Kontaktkleber. Beide Seiten anstreichen, antrocknen lassen, zusammenpressen und durchtrocknen lassen.
Anschließend die Kanten überprüfen und ggf. überstehenden Leim oder Kleber wegschleifen.




Tja, das wars schon. Ihr solltet einen funktionsfähigen Lackierbock haben. Ich empfehle euch aber - wenn ihr das nachbauen wollt - nehmt nicht alles Wort für Wort, sondern nehmt es als eine Inspiration. Schaut euch im Baumarkt eures Vertrauens um, notiert euch Maße und plant den Bock zumindest auf dem Papier selbst durch. Ihr müsst auch nicht dem Plan folgen den ich euch gezeigt habe, wie einige bereits gesagt haben, haben sie alternativen als Untergestell oder Ideen für ein anderes Führungssystem.

Nichts ist in Stein gemeiselt. Folgt dem Plan den ich vorgelegt habe oder folgt eurem eigenen, aber in jedem Fall, schaltet bitte vorher das Hirn ein ;)
Passt euren Plan euren Materialien an, und die Konstruktion euren Fähigkeiten. Solltet ihr mal anstehen, könnt ihr mich gerne fragen, aber ich werde nicht Händchen halten :)

In diesem Sinne, schönes Wochenende
Obi-Wahn

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