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Henn1

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Freitag, 5. Mai 2017, 14:38

Cooler Master GeminII M5 LED - Leiser ITX Kühler mit Potenzial

Heute stelle ich euch eine Neuheit von Cooler Master vor – den Cooler Master GeminII M5 LED. Dieser wird erst in 3 Monaten bei uns verfügbar sein. Ich hatte das Vergnügen, trotzdem schon einen Blick auf den kleinen Top-Blower werfen zu dürfen und ihn ausgiebig zu testen.

1. Einleitung

Cooler Master ist unter den PC Schraubern sicherlich sehr bekannt. Die Firma wurde 1992 gegründet und hat den CPU-Kühlersegment mit vielen Innovationen verändert und weiterentwickelt. Z.B. war es ein Kühler von Cooler Master, welcher Weltweit als erster auf Heatpipes setzte. Mittlerweile umfasst das Sortiment aber nicht nur Luft- und Wasserkühlungen, sondern auch Netzteile, Gehäuse und Eingabegeräte. Auch hier versucht Cooler Master mit Innovationen aus der Masse hervorzutreten, wie z.B. mit den Modularen Gehäusen der MasterCase Serie.

Beschränkt man sich auf die CPU-Kühlungssparte, so sind in Deutschland aktuell 14 verschiedene Luftkühler im Portfolio von Cooler Master gelistet. International hat man sogar die Wahl aus 34 Luftkühlern den richtigen zu finden. Der GeminII M5 LED ist dabei nicht der einzige Top-Blower. Im Vergleich zum vermeintlichen Vorgänger, dem GeminII M4, legt der M5 etwas an Höhe zu (+ 3,7mm), bekommt aber auch eine Heatpipe zusätzlich spendiert. Im Mittelpunkt dieses Reviews soll aber nicht unbedingt der Vergleich zu anderen Kühlern stehen (was nichts desto trotz Inhalt ist), sondern die Leistung und das Auftreten des bald erhältlichen, neuen Kühlers an sich.

Der folgend präsentierte Kühler ist auf der deutschen Website noch nicht gelistet, daher hier der Link zur englischsprachigen Seite: Cooler Master GeminII M5 LED


2. Unboxing & Details



Nicht nur der Kühler ist sehr klein, auch die Verpackung fällt winzig aus. Sie ist weiß schwarz gestaltet und hält neben einfachen Produktbildern auch einige Produktdetails parat. Auf der Rückseite werden zudem Beschreibungen geliefert, welche mehrere Aspekte des Kühlers bewirben. Durch die C-Form der Heatpipes resultierte eine Flache Bauweise, sodass er besonders für Systeme mit wenig Raum geeignet sein soll. Die enthaltene Backplate soll dabei eine stabile Montage ermöglichen. Die fünf Heatpipes mit Direktkontakt-Technologie (HDT) soll dabei für eine gute Performance sorgen. Das Lüfterdesign soll weniger Luftreibung ermöglichen und durch die rote LED-Beleuchtung ist auch für einen Design Akzent gesorgt. Ob diese Aussage zutreffen, gilt es also auch zu prüfen.




Aber kommen wir zunächst zum weiteren Lieferumfang, welcher sich in der Verpackung unterhalb des Kühlers in einem Fach verbirgt. Man erkennt die beworbene Rückplatte, welche für alle aufgezählten Sockel (siehe Eigenschaften) genutzt wird, allerdings mit verschiedener Drehung und natürlich Bohrungen. Die oberen Metallschienen kommen bei Intel Systemen zum Einsatz. Hier sind die Bolzen beweglich und können somit an die verschiedenen Lochabstände der Sockel 1366, 115X und 775 angepasst werden. Damit die Bolzen nicht wegfallen und fest an Ort und Stelle bleiben, sind sie mit einer Feder versehen. Die rechten, für AMD Systeme benötigten, Streben besitzen dementsprechend keinen variablen Bolzen, da die Lochabstände nicht allzu antiker AMD-Sockel immer gleich sind. Nur AM4 bildet hier eine Ausnahme. Ob Intel oder AMD, die Streben werden immer mittels kleiner Schrauben am Kühlerboden befestigt. Trotz der kleinen Schrauben sitzen sie dort durch die Bohrungen sehr fest. Der Kühler wird dann nicht von Vorne, sondern von der Rückseite des Mainboards verschraubt. Dazu dienen die Muttern. Um der Eventualität eines Fehlens des passendes Werkzeugs entgegenzuwirken, hat Cooler Master eine passende 6-Kant Nuss beigelegt, welche wiederum mit einem Kreut-Schlitz-Schraubendreher betätigt werden kann. Auch Wärmeleitpaste darf beim GeminII M5 LED nicht fehlen. Bei der beiligenden Paste handelt es sich um die Cooler Master MasterGel Pro, welche in einer Spritze kommt. Damit kann der Kühler auch mehr als einmal montiert werden. Die Paste ist relativ weich. Auf meiner vorgewärmten CPU lief sie sogar fast vom Header, so flüssig ist sie bei entsprechender Temperatur.

Als nächstes soll der Kühler im Mittelpunkt stehen.



Ein Blick von der Seite offenbart, wie der GeminII M5 LED trotz seiner geringen Höhe nicht mit Sockel-Umliegenden Bauteilen kollidiert. Die Heatpipes bilden von der Bodenplatte aus eine C-Form. Die Finnen sind, von der Seite aus betrachtet, ab der Stelle in ihrer Höhe beschnitten, in der sie den Sockelraum verlassen. Und zwar so, dass sie unterhalb genügend Platz für Bauteile oder den Speicher lassen. Auf der Oberseite bilden sie eine ebene Fläche. Weiterhin erkennt man auf dem Bild schon den Rahmen, an dem der Lüfter verschraubt ist.



Blickt man von Hinten auf den Kühler, so sind die fünf 6mm Kupfer-Heatpipes zu erkennen. Cooler Master verzichtet auf eine Beschichtung der selbigen. Neben der C-Form verlaufen die äußeren Rohre schräg zur Seite. Die Finnen haben aus dieser Perspektive eine V-Form und verhindern somit, dass irgendwelche Bauteile neben dem Sockel berührt werden. Man erkennt auch, dass die Heatpipes alle auf einer Höhe verlaufen und relativ nah am oberen Rand der Finnen sitzen.



In dieser Ansicht erkennt man, dass die Heatpipes so montiert wurden, dass die "schönen" Enden am oberen Ende vorzufinden sind. Die gequetschten Enden befinden sich demnach unten an der Bodenplatte, wo man sie beim montierten Zustand nicht zu Gesicht bekommt. Die beiden Schrauben, welche an der Bodenplatte zu sehen sind, fixieren einen Stabilisator des Kühlers. Dort ist eine etwas dickere Strebe befestigt, die von der Bodenplatte durch die Finnen zu den Heatpipes verläuft. Somit wird ein verbiegen des Kühlers bei Druck auf die Oberseite verhindert. Auch erkennt man, dass der Kühler aus dieser Perspektive symmetrisch aufgebaut ist.



Kommen wir zur Oberseite. Der 120mm Lüfter kommt vormontiert ab Werk. Befestigt wird er mit geschwärzten Schrauben an einem verchromten Rahmen. Da der Lüfter sehr flach ist und der Rotor zudem transparent ist, kann man auch hier noch die Heatpipes sehen.



Betrachtet man die Unterseite, wird die ganze Konstruktion des Kühlers auf einen Blick ersichtlich. Im Boden sind die Heatpipes so eingelassen, dass sie direkt in Kontakt mit dem Header der CPU bekommen. Dass der Boden mit einem Schutzsticker versehen ist, ist eigentlich nicht notwendig, da der Boden wie auch die Pipes erkennbare Schleifspuren aufweisen. Es gibt also nichts zu verkratzen und einen Schutz vor Stößen sollte der Sticker nicht bieten. An den Seiten erkennt man die Löcher zur Befestigung der jeweiligen Montage-Schienen.



Entfernt man den Lüfter, so sieht man dass auf den Montagerahmen kleine Hülsen befestigt sind, welche den Lüfter arretieren, aber auch das Montieren des selbigen vereinfachen, da man die Gewinde besser trifft. In der Mitte ist die Stützstrebe zu erkennen.



Der Rahmen besteht aus zwei Teilen, welche einfach über den Kühler geschoben werden. Sie laufen zwar ineinander, verhaken sich aber nicht. Die Stabilität des Rahmens kommt erst dann richtig zustande, wenn der Lüfter verschraubt wird. Dieser zeiht den Rahmen von Unten an den Kühler. Dort sind eine Art Schaumstoffstreifen befestigt, sodass leichte Vibrationen geschluckt werden und ein Verrutschen verhindert wird. Grundsätzlich ist es möglich, einen anderen, dickeren 120mm Lüfter zu montieren. Die verwendeten Schrauben sind hierfür allerdings zu kurz. Was mir auch noch positiv aufgefallen ist, ist, dass die Lüfterschrauben nun schwarz sind, und nicht wie auf den Produktbildern ursprünglich verchromt.



Die Finnen sind am Rand nicht verhakt, sondern stoßen nur aneinander. Auf den Heatpipes sitzen sie allerdings sehr fest. Ich konnte testweise die erste Finne nicht von ihrem Platz bewegen.



Der 120mm Lüfter baut flacher als die üblichen Vertreter. Er trägt zu 10mm Höhenersparnis bei. Der Rahmen des Lüfters ist aus schwarzem Kunststoff, jedoch nicht wie sonst oft matt, sondern leicht glänzend. Der Rotor ist transparent und leicht getönt. Auffällig sind die geschwungenen Rotorblätter. Die Nabe wird von einem Cooler Master Logo geziert. Der Sticker wirkt nur auf diesem Bild so golden. In echt ist er auch eher dunkel grau. Ungewöhnlich ist auch das Design der Streben zur Fixierung des Motors. Oft kommen nur vier Streben zum Einsatz. Hier sind es sechs, welche zusätzlich durch einen Ring miteinander verbunden sind. Ich schätze, dass beides der Stabilität dient. Das Kabel fällt als Flachbandkabel aus und ist glücklicherweise mit schwarzen Kabeln umgesetzt worden. Auch der Stecker ist schwarz. Beides gefällt mir sehr gut und gehört meiner Meinung nach zum Standard eines Kühlers/Lüfters, welcher auch optisch ansprechen soll. Apropos Optik - die LEDs die der GeminII M5 LED sogar im Namen trägt befinden sich nicht im Rahmen, sondern innerhalb der Nabe. Dort sind vier rote LEDs angebracht. Im Zusammenspiel mit dem rauchig-transparenten Kunststoffrotors bewirken sie eine dezente Beleuchtung des Lüfters.
Was mir am Lüfter allerdings gar nicht gefällt sind zwei angebrachte Sticker. Der sehr große gelbe weißt darauf hin, den Lüfter nicht in den Müll zu werfen und kann somit entfernt werden. Der etwas kleinere weiße Sticker trägt aber die Aufschrift "Warranty void if removed" und muss demnach dran bleiben. Was der Sticker gerade am Lüfterkabel zu suchen hat, geht mir nicht in den Kopf. Ich finde ihn, auch wenn man ihn verstecken kann, für die Optik störend. Zudem habe ich solch einen Vermerk noch auf keinem anderen Kühler gefunden.


3. Eigenschaften

Kühler
Maße (ohne Lüfter: 132 x 123 x 612,7 (45,5) mm
[Gewicht (ohne Lüfter): 397 (307) g
Heatpipes: 5 x 6mm

Lüfter
Maße: 120 x 120 x 15mm
Drehzahl: 500-1,600 RPM ± 10%
Volumenstrom: 50.43 CFM ± 10%
Luftdruck:: 1.3 mmH2O ± 10%
MTTF: 40,000 Stunden
Lautstärke: 31 dBA (Max)
Anschluss: 4-Pins
Spannung: 12 VDC
Strom: 0.18 A
Leistungsaufnahme: 2,16W


Kompatibilität
Intel: 1366 / 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 775
AMD: AM3+ / AM3 / AM2+ / FM2+ / FM2 / FM1



4. Montage
Die Montage habe ich ja bereits beim Lieferumfang beschrieben. Sehr gut finde ich, dass der Kühler von hinten verschraubt wird, da ein Zugang auf der Vorderseite sicherlich schwer fallen würde. Dies habe ich bereits beim Scythe Kabuto 3 feststellen müssen, bei dem es sehr hohe Fingerfertigkeiten brauchte, um die Push-Pins festzudrücken.
An sich ist das ganze eine einfache Sache und auch für Laien zu bewerkstelligen. Die Anleitung hilft dabei gut, obwohl kein Text enthalten ist. Der Einbau wird komplett piktografisch umgesetzt. Dabei wird das benötigte Material nummeriert und im benötigten Schritt aufgezählt. Ein "Fehler" ist mir allerdings in der Anleitung aufgefallen. Beim Übergang von der Anleitung für Intel zu AMD Systemen wird die Schrittzahl fortgesetzt. Eventuell soll es sich dabei aber auch um die Seitenzahl handeln. Man hätte den Beginn der anderen Anleitung aber auch deutlicher kenntlich machen können.

Um verschiedene Einbaupositionen bei Intel Systemen zu verdeutlichen, habe ich ein externes System genutzt. Konkret handelt es sich dabei um folgende Hardware:

Mainboard: MSI H87I
Speicher: G.Skill Eco 2x 2GB 1600 CL7
Prozessor: Intel i3 4130T

Ausrichtung 1 "normal"


Auch wenn Cooler Master keine Ausrichtung vorhschreibt oder vorschlägt, so denke ich, dass es sich bei dieser Variante im die normale handelt. Der Kühler stzt dabei knapp über dem Ram. Höhere Heatspreader wären schon nicht mehr möglich. Dafür könnte man den Kühler so auf MBs mit extrem ausladenden Spawa-Kühlern verwenden.

Ausrichtung 2 "maximale Grafikkarte"


Hier wird der Speicher auch begrenzt, allerdings ist wesentlich mehr Platz zum ersten PCIe-Slot. Grafikkarten mit Backplatte sollten somit keinesfalls kollidieren, was bei Variante 1 schon fraglich ist.

Ausrichtung 3 "maximaler Speicher"


Diese Variante könnte dann zum Zuge kommen, wenn man ausladenden Speicher verbauen möchte. Hier wird die Ram-Höhe nämlich nicht limitiert. Ich denke, dass auch große Spawa-Kühler kein Problem darstellen würden. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass diese Position für kleine System die beste ist, da die Spannungswandler im Luftrstrom des CPU-Lüfters liegen.
Hinweisen möchte ich noch darauf, dass die Konstruktion der Befestigung für AMD Systeme nur die erste und dritte Variante zulassen würde.

In meinen Tests habe ich die erste Variante genutzt. Hier mal ein Bild bei offenem Gehäuse, um einen Eindruck der Beleuchtung zu erhalten.



5. Leistung

Wie zu Anfang beschrieben, möchte ich den Kühler nicht hauptsächlich in den Vergleich mit meinen bisherigen Probanden ziehen, zumal er auch eine ganz andere Zielgruppe anvisiert als die getesteten Tower. Deshalb habe ich die Tests in zwei bzw. vier Varianten durchgeführt. Einmal, wie sonst auch, mit all Core Turbo (4x 3,9Ghz @ 1,07V) und zusätzlich mit den standard Einstellungen, also 4x 3,7Ghz @ 1,04V. Ich habe diese Wahl getroffen, da nur die Wenigsten auf die Idee kommen werden, bei beengtem Platz OC zu betreiben bzw. auf eine K-CPU zu setzen. Einen weiteren Zusatz stellen die Tests mit einem montiertem Gehäuselüfter (Scythe Glide Stream @ 800UPM) dar. Denn gerade bei einem Top-Blower ist es wichtig, die erwärmte Luft aus dem Gehäuse zu befördern, da die Konstruktion, im Gegensatz zu Towern, dies nicht selber bewerkstelligen kann.

Für den Vergleichstest lasse ich den Lüfter jedoch zunächst ausgesteckt. Die Absichten dahinter bestehen darin, einerseits ein eher schlecht belüftetes Gehäuse nachzustellen und andererseits weitere Geräuschquellen auszuschließen. Zum Auslasten der CPU nutze ich Prime 18.1 (small FFTs). Die maximal Werte wurden dafür nach 15min "Einbrennzeit" eine Minute lang mit CoreTemp 1.7 geloggt. Die Idle-Werte werden nach "normalen" Betrieb ermittelt, d.h. es läuft bspw. auch Spotify im Hintergrund. Beim jeweils angegebenen Wert handelt es sich um den Temperaturschied des wärmsten Kerns zur Umgebungstemperatur. Zwischenzeitlich musste ich einen Raumthermometer-Wechsel vornehmen, weswegen auch leichte Diskrepanzen entstanden sein können. Beachten sollte man allerdings auch, dass CoreTemp lediglich ganzzahlig Temperaturen misst. Die Umgebungstemperatur habe ich ebenso ganzzahlig Gerundet. Leichte Fehler in den Diagrammen sind daher nicht auszuschließen. Dies ist auch bei den Idle-Werten zu beachten. Ich versuche die Auslastung immer gleich zu wählen, trotzdem kann es vorkommen, dass eine minimale Lastspitze für einen sprunghaften Temperaturanstieg sorgt.

Ich werde, wie man im Folgenden sieht, nun immer vier PWM Stufen abbilden, damit der jeweilige Kühler noch besser verglichen bzw. eingeordnet werden kann. Da meine Mainboard-Lüftersteuerung leider keine feste Drehzahleinstellung zulässt, kann ich nur diese Möglichkeit anbieten. Damit die PWM Stufe jeweils selber eine Einordnung erhält, findet man dann später eine Tabelle mit der jeweils zugeordneten Lüfter-Drehzahl sowie einer subjektiven Einschätzung meinerseits bezüglich der Lautstärke.

Das Testsystem sieht dabei wie folgt aus:
Mainboard: MSI Z87-G45 Gaming
Ram: Corsair Vengeance LP 8GB
Grafikkarte: XFX R9 270 DD
Gehäuse: Aerocool P7-C1
Netzteil: Xilence Performance A+ 430W
SSD: Samsung 830
HDD: Samsung HN-M101MBB




Genauere Informationen zu den Vergleichskühlern lassen sich in meinem jeweiligen Review finden:


Die Werte des GeminII M5 LED sind in diesem Vergleich unter Last immer an letzter Stelle zu finden. Überrascht bin ich darüber nicht. Von allen Kühlern der Liste, weist er die geringste Kühlfläche bzw. kompaktesten Maße auf. Der einzige weitere Top-Blower der Liste ist der Scythe Kabuto 3. Dieser kann sich trotz deutlich größer Höhe und Kühlfläche aber auch nicht weit vom GeminII M5 LED absetzen. Das schlechte Abschneiden könnte also auf die Bauart zurückführen. Daher habe ich meinen Test auch ergänzt (siehe Unten). In einem unbelüfteten Gehäuse und "starker CPU" ist er aber nichts desto trotz eher nicht zu empfehlen, da erst die höchste Drehzahl eine vernünftige Kühlung bewirkt. Da Cooler Master keine maximale TDP angibt, fällt mir eine Einordnung meiner Ergebnisse auch etwas schwer.

Die Werte des GeminII M5 LED wirken auch fast so, als wäre ein Betrieb auf einem i5 oder gar i7 eher begrenzt möglich. Daher habe ich im Deckel meines Gehäuses einen Scythe Glide Stream 120mm (@800UPM saugend) montiert, um das Szenario etwas realitätsnäher zu bringen. Denn mein Netzteil ist in einer anderen Kammer verbaut und trägt nicht zum Belüftungskonzept der Hauptkammer bei. Natürlich würden sicherlich auch alle anderen Kühler meiner Test von einem Gehäuselüfter profitieren, aber hier soll es um den GeminII M5 LED gehen. Folgend kann man also sehen, dass schon eine leichte Be- bzw. Entlüftung des Gehäuses für eine wesentliche Verbesserung der Kühlleistung sorgen kann. Des Weiteren habe ich den i5-4690K auch noch einmal mit seiner Serienspezifikation betrieben. Dies soll den Vergleich mit einem Non-K Prozessor erleichtern.



Mit dieser leichten Optimierung finde ich die Kühlungsleistung des GeminII M5 LED gut. Man sollte generell bedenken, dass es sich beim 4690K um eine 88W TDP CPU handelt. Für CPUs mit nur 65W oder weniger Wärmeleistung, sehe ich also noch weniger Probleme. Vor allem dann, wenn ein Lüfter oder ein Netzteil die erwärmte Luft aus dem Gehäuse befördert. Erwähnen möchte ich hier auch noch, dass die Temperaturwerte beim Zocken nicht annähernd erreicht wurde.
Ich habe aber auch noch keine Vergleichswerte, um ihn mit Konkurrenten der gleichen Größen bzw. Leistungsklasse zu vergleichen. Dies werde ich nachreichen, sobald die nächsten (kleinen) Kühler eingetroffen sind.

Auch ein Test auf meiner 35W TDP CPU kann ich, wenn erwünscht, demnächst nachliefern.


6. Lautstärke

Zunächst möchte ich betonen, dass ich von Lautstärkemessungen nicht viel halte. Diese sind immer so stark Umgebungsabhängig, dass sie daheim nicht reproduzierbar sind und deshalb wenig Mehrwert liefern. Ich werde die Lautstärke also subjektiv beurteilen. Was für den einen als leise eingestuft wird, empfindet jemand anders als störend. Da ich bereits ein völlig passives System mein Eigen nennen konnte, empfinde ich bereits ein deutliches Luftrauschen als störend. Folgend also meine Meinung bzw. Einschätzung.
Zum Setting: Alle anderen Lüfter werden angehalten oder auf minimaler Drehzahl betrieben. Dies entspricht zwar nicht immer den Realbedingungen, aber man kann die Geräusche besser orten. Der Rechner steht dabei unter meinem Schreibtisch direkt zu meinen Füßen. Wer das Gehäuse nicht kennt, kann in meinem User-Review sehen, dass es relativ luftig gestaltet ist.



Spoiler Spoiler


*) Die Werte in den Klammern sind die Werte der jeweiligen PWM-Stufe. Verwendet habe ich jedoch die Werte ohne Klammern, da diese so von der AiO Steuerung vorgegeben wurden und ich keinen Nachtest machen wollte.
**) Werte in Klammern bei doppelter Bestückung am Y-Kabel. Seltsamerweise blieben die Drehzahlen nicht identisch.


Der schlanke Lüfter des GeminII M5 LED zeigt sich als laufruhig und bis 50% PWM als sehr leise. In den Drehzalregionen von 700-900UPM ist kein Lagergeräusch zu hören. Mit steigender Drehzahl dominiert zunächst das Luftrauschen, was bei voller Drehzahl dann von dem Geräusch des Motors eingeholt wird.


7. Fazit

Die Verarbeitung des Cooler Master GeminII M5 LED lässt bei meinem Exemplar keine Kritik zu. Alle Bauteile des Kühlers und des Montagesets wirken sehr stabil. Der Lüfter gefällt durch sein Design und besonders durch das schwarze Flachbandkabel. Die Sticker am Kabel könnte man allerdings an einer anderen, nicht sichtbaren Stelle platzieren, wenn diese denn unbedingt notwendig sind.
Der Lieferumfang beinhaltet alles was man braucht. Jedoch finde ich es etwas schade, dass Cooler Master auf eine AM4 Kompatibilität verzichtet. Auch wenn es kontraproduktiv bzgl. der Höhe des Kühlers wäre, würde ich zusätzliche Schrauben zur Befestigung eines 25mm Lüfters begrüßen um dem Nutzer eine Anpassung zu ermöglichen. Vielleicht wäre bei einem so kleinem Kühler auch sinnvoll, eine bessere Wärmeleitpaste beizulegen. Cooler Master hat mit der Master Gel Maker ja sogar eine sehr gute Paste im Portfolio, welche den Kühler eventuell noch besser dastehen lassen würde. Dies ist aber noch Spekulation und wird bei Gelegenheit noch getestet.
Die rückseitige Montage halte ich für sehr gut, da ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass eine Befestigung von Vorne bei einem Top-Blower problematisch sein kann. Die beworbene stabile Montage kann ich bestätigen. Der Kühler sitzt sehr fest an Ort und Stelle.
Die Optik des Kühlers finde ich auch sehr gelungen. Zwar würde eine Beschichtung der Heatpipes hochwertiger wirken, allerdings kann ich diese in meinem Gehäuse mit getönter Scheibe nicht sehen. Die Beleuchtung des Lüfters würde ich als Dezent bezeichnen. Sie ist evtl. nicht jedermanns Fall und man wird etwas festgelegt insofern man ein Optikkonzept verfolgen möchte.
Bei der Leistung tue ich mich noch etwas schwer. Beim GeminII M5 LED handelt es sich um meinen ersten Kühler mit sehr flacher Bauweise (ausgenommen die Boxed-Kühler von Intel). Einen Vergleich mit ähnlichen Kühlern kann ich also (noch) nicht liefern. Trotzdem denke ich, dass der Kühler eine ausreichende Kühlung bewirkt. Achten sollte man aber darauf, dass in irgendeinwe Weise die erwärmte Luft das Gehäuse aktiv verlässt. Im normal Fall sollte ein Netzteil in der Nähe schon dafür sorgen.

Kommen wir zum einsatzzweck. Natürlich ist der flache Kühler für kleine Systeme konzipiert. Durch die Beleuchtung muss er sich dabei nicht verstecken und kann besonders in Gehäusen mit Scheibe zur Geltung kommen. Mir fiel sofort das In Win 901 oder Lian Li PC-O5 in schwarz ein, wo er sich bestimmt sehr stimmig einfügen würde.

Konkurrenz ist in Form von dem Big Shuriken 2, Akasa Nero LX, Gelid SlimHero und Xigmatek Janus zu finden, welche alle auf einen 120mm Lüfter bei einer Bauform unter 65mm setzen. Die UVP des GeminII M5 LED wird bei 29,90€ liegen, wodurch er gleichauf mit dem GeminII M4 liegt und somit der günstigste in dieser Kategorie von Kühlern ist. Aus eigenem Interesse werde ich mir den einen oder anderen besorgen, um eine gute Vergleichsbasis zu erhalten. Falls hiervon spezielle oder aber ganz andere Kühler erwünscht wären, werde ich versuchen auch das zu berücksichtigen.


Positiv
+ guter Preis (UVP 29,90€)
+ gute Verarbeitung
+ hohe Kompatibilität bzgl. Gehäusen und Mainboards
+ sehr Leiser Betrieb möglich
+ stabile und clevere Montage
+ schwarzes Flachbandkabel am Lüfter
+ Kühlleistung für "schwächere CPUs" (<88W) gut
+ 6-Kant-Nuss für Muttern enthalten


Neutral
* rote LED Beleuchtung bzw. gesamte Optik
* Schrauben lassen keinen dickeren Lüfter zu


Negativ
- Kühlleistung für "stärkere CPUs" erst mit Unterstützung gut (Bauart bedingt)
- keine AM4 Kompatibilität


Falls Fragen offen geblieben sind oder Wünsche zu weiteren Tests bestehen, immer her damit! Ich hoffe das Review hat gefallen gefunden und hilft bei einer Wahl das richtigen Kühlers.

Am Ende dieses Reviews möchte ich mich noch einmal bei Cooler Master für die Bereitstellung, das entgegengebrachte Vertrauen und den super Support bedanken.

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Henn1« (9. Juni 2017, 16:16)