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random2k4

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Dienstag, 25. August 2015, 23:05

Pink Princess - 24h live modding, DCMM 2015

Hallo alle zusammen,
das ist eine kleine Zusammenfassung unserer Arbeit bei der DCMM 24h-Live-Modding Challenge auf der gamescom 2015.
Da es in diesem Jahr darum ging, seine weibliche Seite zu zeigen, hatte ich meine gleich mit dabei.
Gemeinsam haben meine Freundin Kathrin (Mopsi san) und ich als Team RandomDesign zum ersten Mal am 24h-Live Modding teilgenommen.




der_george

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Dienstag, 25. August 2015, 23:06

Das war aber ein wirklich knapper Worklog von der Gamescom. :D

So long :0)
Meine Mods bei we-mod-it:
24h Stealth - 1.Platz 24h Livemodding DCMM 2010 | | taabar sin - 2. Platz Casemod DCMM 2012 | | 24h Semmetastic - 2. Platz 24h Livemodding DCMM 2013

Mein Modding-Verkaufsthread

Mopsi san

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Dienstag, 25. August 2015, 23:13

Inspiriert von dem Spiel „Borderlands“ haben wir uns überlegt, einen weiblichen Claptrap zu bauen. Es ist einer meiner absoluten Lieblingscharaktere und manchmal, wenn er einsam war, hat er mir einfach leidgetan…und dann im nächsten Moment wieder unendlich genervt :D. Jedenfalls wollten wir ihm einen Seelenverwandet oder sagen wir besser, Schaltkreisverwandten, an die Hand geben und so gedieh unsere Idee zur Pink Princess. Passend zum Spiel haben wir uns einer Story überlegt, die
Pink Princess in die Welt von Borderlands einbettet.



Pink Princess – Hyperions neuster Fehltritt

Pink Princess ist Hyperions Weiterentwicklung des Claptraps: ein CL4P-TPX. In einem Moment irrationaler Empathie hat sich Hyperion vom Gejammer des Claptraps aufweichen lassen und tatsächliche begonnen, eine Weggefährtin für ihn zu entwickeln. Das X-Upgrade sollte das ursprüngliche Modul mit weiblichen Eigenschaften ausstatten. Es kam jedoch zu einer Überlagerung mit den bereits vorhandenen Schaltkreisen, wodurch Enthusiasmus, Redegeschwindigkeit, Größenwahn, Verrücktheit, und … einfach alles verstärkt wurde. Nach dem das erste Testmodel die zuständigen Entwickler buchstäblich in den Wahnsinn gequatscht hatte, wurde das Projekt eingestellt. Das Rad wurde demontiert, um die Bewegungsfreiheit drastisch einzuschränken und das Model wurde mit „top-secret“-Status unter Verschluss gehalten. Doch auf Pandora gibt es so einiges, was als Fortbewegungsmittel her halten kann und ihr die Flucht ermöglichte. Nun ist sie auf der Suche nach ihrem einzig wahren Seelenverwandten… und wird vielleicht tatsächlich zu seiner Geburtstagsparty kommen.

Paladin

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Mittwoch, 26. August 2015, 06:52

Hehe, schöne Story. Ja in den Wahnsinn quatschen kann sie einen...ich hab die Geräusche noch immer im Kopf. :dash: :modo:
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Mopsi san (26.08.2015)

random2k4

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Mittwoch, 26. August 2015, 23:20

Für die Planung habe ich zunächst ein 3D-Modell in Cinema4D erstellt. Somit konnten wir Kantenlängen und Winkel der Grundform genau bestimmen. Wir wollten unsere Pink Princess was Größe und Proportionen betrifft, so bauen, wie den Original-Claptrap aus Borderlands. Außerdem konnten wir so schon ausprobieren, wie wir die Hardware platzieren.







Wir wollten das MSI A88XI AC Motherboard verbauen, welches hinter dem Auge sitzen sollte. Unser Case kann von hinten geöffnet werden, sodass man dann direkt auf das Motherboard schaut. Außerdem mussten wir einen geeigneten Platz für das Netzteil und den HDD Tray finden, welche wir dann zentral auf die Bodenplatte gesetzt haben, um dem Case einen guten Schwerpunkt zu geben.
Ein weiteres Problem: Wo sollten die Lüfter sitzen? Unser weiblicher Claptrap sollte so originalgetreu wie möglich werden und ein Claptrap hat am Körper keine Lüfter sitzen. Deshalb wollten wir die Lüfter in die Deckenplatte integrieren, wo sie ein zusätzliches Detail bilden, ohne das Gesamtbild zu stören. Wir haben uns für eine Silverstone Tundra TD02-E AiO Wasserkühlung mit 240er Radi entschieden.
Schließlich mussten wir uns für ein Material entscheiden und wollten das Case entweder aus Sperrholz oder MDF bauen. Die Wahl fiel schließlich auf das etwas stabilere und dafür auch schwerere MDF. MDF hat aber den Vorteil, dass man keine Maserung des Holzes durchsieht und wir wollten nicht zu viel Zeit mit Grundieren und Lackieren zu bringen.


Mopsi san

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Mittwoch, 26. August 2015, 23:27

Anschließend haben wir zahlreiche Konzept- und Maßstabszeichnungen gemacht und uns eine Konstruktion überlegt, damit die Arme von der Schulter bis ins Handgelenk vollbeweglich sind.







Die Grundform der Seitenteile, Decken- und Bodenplatten haben wir anschließende auf die MDF-Platten übertragen, sodass Stefan dann gleich nach dem Start der Challenge mit dem Sägen loslegen konnte.





Außerdem mussten wir uns überlegen: Wie soll das Case eigentlich stehen? Der Claptrap holpert in dem Spiel auf einem integrierten Rad durch die Landschaft. Das war uns für das Case dann doch etwas zu instabil. Wir haben uns entschieden, das Gehäuse auf ein Kantholz zu setzen, welches durch einen Stiefel oder ähnliches verdeckt werden sollte. Aber ein Stiefel ergab nicht so viel Sinn. Wie soll sich ein Claptrap mit einem Stiefel fortbewegen können, wenn er doch normalerweise fährt? Logisch, Pink Princess brauchte einen Rollschuh!


Paladin

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Donnerstag, 27. August 2015, 04:37

Der worklog hier gefällt mir, schön ausführlich.
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naj13.7.1991

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Donnerstag, 27. August 2015, 08:27

hahah sooo geil... :rofl: binn gespannt auf den rest und das endergebniss... :D *boarderlands ist einfach legendär :hail: :hail: 8)

random2k4

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Donnerstag, 27. August 2015, 23:15

Zu Beginn habe ich gleich mal das Base und dann das Kantholz zu gesägt (Danke Patrik, mit meiner Säge wäre ich da sicher nicht weit gekommen^^).
So konnte Kathrin sich dann direkt um die Gestaltung des Bases und den Rollschuh kümmern konnte.



Dann habe ich mich daran gemacht, dass BitFenix-Gehäuse mit einer Dremel Handkreissäge zu zerlegen. Wir wollten nur Motherboard Tray, HDD Tray und das I/O Panel verwenden.
Kathrin hat parallel alles ausgemessen und passende Ausschnitte auf die MDF-Seitenteile übertragen.
Anschließend habe ich alle Teile für das Case aus MDF mit der Handkreissäge ausgeschnitten und geschliffen. Details, die Außen an den Claptrap angebracht werden sollten, habe ich aus HDF mit der Stichsäge ausgesägt.






Mopsi san

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Donnerstag, 27. August 2015, 23:18

Den Racing-Schuh, wie ich ihn liebevoll genannt habe, habe ich aus Styrodur modelliert. Dafür habe ich vier 3 cm dicke Styrodurstücke mit einem Abstand von etwa 2 mm um das Kantholz gelegt und mit Holzleim verklebt. Den vorderen Teil des Schuhs habe ich als Styrodurblock aus einem 6 cm und einem 3 cm dicken Stück gebaut. Die wurden aber zunächst nur provisorisch mit Klebeband fixiert, da ich später LEDs bis in die Schuhspitze verlegen wollte.





Den Styrodur-Rohling habe ich dann mit einem Cutter Messer in die passende Grundform gebracht. Das Messer stumpft dabei relativ schnell ab, weshalb wir unseren dafür bestens geeigneten und sehr günstigen IKEA Messerschleifer (Aspekt) dabei hatten (ich schreibe das hier so ausführlich, weil sich während des Modden doch viele für den Schleifer interessiert hatten).



Für die LEDs, die in der Schuhspitze wie zwei Scheinwerfer leuchten sollten, habe ich den 6 cm und 3 cm Styrodurblock getrennt und in den oberen Teil einen Kanal für die zwei Kabel geschnitten. Das Kabel sollten durch den Stiefelschaft zum Gehäuse hochgehen. Deshalb habe ich mit dem Akkuschrauber ein Loch durch den Schaft gebohrt – vorsichtig allerdings, da Styrodur dabei sehr leicht ausfranst. In die Schuhspitze habe ich ebenfalls so links und rechts ein kleines Loch gebohrt und die LEDs eingesetzt. Dann habe ich alle Teile mit Holzleim verklebt, damit es über Nacht trocknen konnte. Bei Styrodur muss man darauf achten, dass der Kleber kein Lösungsmittel enthält, weil dies das Styrodur auffrisst. Daher haben wir uns für Holzleim entschieden und eine längere Trocknungszeit in Kauf genommen (wir hatten auch lösungsmittelfreien Allzweckkleber dabei, der brauchte aber auch seine Zeit zu trocknen).



In der letzten verbleibenden Stunde des ersten Tages haben wir dann noch alle Teile angeschliffen und grundiert. Die Außenwände, die später in pink-metallic erstrahlen sollten, wurden weiß mit Gesso grundiert. Alle Details und die Innenseiten wurden mit schwarzer Sprühfarbe grundiert. Übernacht haben wir dann alles trocknen lassen


Paladin

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Freitag, 28. August 2015, 03:56

Zu dem Zeitpunkt war ich noch sehr skeptisch ob ihr überhaupt fertig werdet. :)
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Mopsi san

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Freitag, 28. August 2015, 21:44

Ja, es waren einfach so viele Einzelteile und Details. Doch, um ehrlich zu sein, war ich nach dem ersten Tag noch frohen Mutes. Nach dem zweiten Tag war ich ein bisschen, na ja, verunsichert, ob wir das alles so gebacken kriegen... ;)

random2k4

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Freitag, 28. August 2015, 22:44

Tag 2 habe ich hauptsächlich mit der Konstruktion der Arme zu gebracht. Die Arme sitzen im Verhältnis zu den Außenwänden 6 cm weiter innen. Deshalb habe ich einen rechteckigen Ausschnitte für die Arme in den beiden Seitenwänden gesägt und jeweils zwei Winkel aus Holz an die innenliegende Kante gebaut. Daran wurde eine weitere 1 cm dicke MDF Platte verschraub, welche die Öffnung verschließt, wie ein innenliegender Kasten. Die Winkel hatten zudem die Funktion, den 112° Winkel der Seitenwände auszugleichen. Somit haben wir im Inneren des Gehäuses rechtwinklige Kanten erzeugt, was uns das Anpassen und Einbauen der Hardware deutlich erleichtert hatte. So einen Einschub haben wir dann auch für die Öffnung des Auges an der Vorderseite gebaut.



Bezüglich der Arme war uns wichtige, dass diese von der Schulter bis ins Handgelenk voll beweglich sind. Für die Schulter habe ich in den jeweiligen Kasten hinter der Armöffnung der Seitenwände ein 3 cm Loch gebohrt, welches als Aufhängung diente. Die Wandstärke des Kastens war ursprünglich durch die Dicke der MDF Platte mit 1 cm vorgegeben. Um aber mehr Stabilität für die Armaufhängung zu schaffen, habe ich ein zweite kleinere MDF Platter dahinter geschraubt und auch durch diese ein 3 cm Loch gebohrt. Rings um das Loch habe ich auf der Innenseite 2 cm lange Schrauben im Abstand von 45° verschraubt. Von einem Holzstab mit 2.8 cm Durchmesser habe ich dann ein 6 cm Stück pro Schulter geschnitten und an einem Ende jeweils zwei 2 cm lange Schrauben im Abstand von 180° verschraubt. Den kurzen Holzstab konnte ich dann von Innen durch das Loch führen und drehen. Die zwei Schrauben im Holzstab rasteten immer zwischen den Schrauben rings ums Loch ein und fixieren somit die Schulter im gewünschten Winkel.



An den Holzstab habe von außen dann ich ein rund geschnittenes Stück MDF (6 cm Durchmesser) geschraubt und daran zwei Holzleisten mit je 3 cm Länge, geschraubt. Der Abstand beider Leisten entsprach dem Durchmesser des PVC Rohres, welches den Oberarm bilden sollte und zwischen die Holzleisten geklemmt wurde. Durch das Rohr und die beiden Leisten führt eine Gewindestange, die ich auf je 6 cm lange Stücke zu gesägt habe. Mit jeweils zwei Unterlegscheiben und Flügelmuttern konnte der Oberarm in der gewünschten Position fixiert werden. Die gleiche Konstruktion habe ich auch für die Ellenbogen gebaut, um den Unterarm frei beweglich zu machen. Der Unterarm bestand aber nur aus zwei 0.5 cm dicken Holzstäben. Dazwischen haben wir später jeweils zwei Gummischläuche gesteckt, für die ich entsprechende Öffnungen in die runde Holzplatte gebohrt habe.







Der Unterarm schließt auch mit einer rundgesägten MDF Platte ab. Darauf habe ich zusätzlich eine kleinere runde HDF Platte mit Muttern festgeschraubt, sodass man das Handgelenk frei drehen konnte. An das Handgelenk habe ich ein T-förmiges selbstgebautes Holzstück geschraubt, woran dann die Handflächen geschraubt wurden. Dafür habe ich an jede Handfläche ein Aluminiumstück, welches ich zuvor zugeschnitten und zum L gebogen hatte, geschraubt. Die Aluminiumwinkel wurden durch Muttern an das T-Stück geschraubt und konnten somit auch frei verstellt werden.




Mopsi san

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Freitag, 28. August 2015, 22:49

Tag 2 habe ich den Schuh in die fertige Form gebracht und mit Hilfe eines Bastelmessers ein Patchwork-ähnliches Muster in das Styrodur geritzt. Die Schnitte habe ich dann mit einem Modellierwerkzeug ausgeweitet, sodass der Eindruck von einzelnen, überlappenden Platten entstand. Diese sollten später wie vernietete Metallplatten wirken, weshalb ich mit einem schmalen Dremel Aufsatz kleine Einbuchtungen an jeder sichtbaren Ecke einer solchen Platte hinzugefügt habe. In den Stiefelschaft habe ich mit demselben Aufsatz kleine Löcher für die Schnürsenkel gebohrt. Mit dem Dremel haben wir dann auch die Ausschnitte für die Räder in das Styrodur geschnitten. Die beiden Hinterräder bestanden aus Holz, um das ein kleiner Gummireifen gespannt wurde, um den Eindruck von einem richtigen Rad zu erzeugen. Die Vorderräder habe ich aus runden Pappdeckeln geschnitten. Anschließend habe ich den Schuh vorsichtig mit einem Schleifschwamm abgeschliffen, um eine schöne, glatte Oberfläche zu bekommen. Bei Schleifen von Styrodur muss man aber ganz sachte vorgehen, da man schnell die Struktur zerstört und dann Stückchen rausreißt. Den Schuh habe ich dann mit einer Schicht Holzleim überzogen, um die Oberfläche zu versiegeln.





Außerdem habe ich das Base bemalt. Es sollte wie eine abgenutzte Straße im Borderlands-Stiel aussehen, auf der Pink Princess gut mit ihrem Racing-Schuh abdüsen kann^^. Deshalb habe ich selbst Strukturfarbe angemischt, indem ich Acrylfarbe mit Sand gemischt habe. Das alles habe ich dann auf das Base gepinselt. Die Partikel in der Farbe haben dem ganzen was schön plastisches gegeben und das Base natürlicher wirken lassen.



Für das Auge haben wir eine schon fertige Halbkugel aus Acrylglas im Bastelladen gekauft. Die Öse zum Aufhängen habe ich mit deinem Bastelmesser abgetrennt. Stefan hat dann in die Mitte ein 2 cm Loch mit dem Dremel geschnitten für … na ja, dieses kleine Highlight kommt später noch ^^
Die Wimpern habe ich aus 3 mm dickem Moosgummi frei Hand ausgeschnitten und an die Acrylglas-Halbkugel geklebt. Den Bereich, der die Iris bilden soll, habe ich zunächst ganz leicht, mit kreisförmigen Bewegungen angeschliffen. Anschließend habe ich leichte Trübungen, die die wolkige Struktur und die Tiefe einer Iris erzeugen sollten, mit Aceton in das Acryl geätzt. Hinter das Auge haben wir eine LED gesetzt und durch das angeschliffene, milchige Acrylglas wird das Licht schön weich gebrochen wird.



Für die Antenne habe ich ein durchsichtiges Acrylröhrchen (1cm Durchmesser) gecuttet und die Öffnung mit einem gleichrund zu geschnittenen Polystyrolplättchen, in das ich ein Loch für die LED gebohrt hatte, verschlossen. Das Kabel der LED wurde durch ein 0.8 cm dickes, flexibles PVC Rohr bis ins Gehäuse geführt.



Anschließend haben wir das Case zusammengebaut, damit die Grundform schon mal stand.





Mehr oder weniger hilfreiche Kommentare gabs von den lieben Kollegen :D


Paladin

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Samstag, 29. August 2015, 08:19

Ich hab grad euer Video auf Facebook entdeckt.
Ist wieder richtig super geworden :)
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Mopsi san (29.08.2015)

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Samstag, 29. August 2015, 11:48

Danke sehr. Ich werde den Link am Ende von unserem Worklog auch hier Posten. Das Video zeigt nochmal einige handwerkliche Details, aber vor allem, wie wir am letzten Tag geschwitzt haben :D Das war wirklich so was von knapp :pinch:

random2k4

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Samstag, 29. August 2015, 21:32

Tag 3 lief uns dann so richtig die Zeit davon. Da merkt man erstmal, acht Stunden sind ja nix. Ich habe zunächst jede kleine, unerwünschte Spalte mit Holzspachtelmasse zu gespachtelt, alles abgeschliffen, gespachtelt, geschliffen, gesp… und anschließend das Case von außen Pink-Metallic lackiert. Dafür musste ich alle Öffnungen abkleben, da das Gehäuse von Innen schwarz war.


Dann habe ich die Lüfter und den Radiator der Wasserkühlung in die Deckenplatte eingesetzt und über eine selbst gebauten Abdeckung befestigt, die Kathrin in der Zwischenzeit in Bronze-Metallic übergebürstet hatte. Das Mobo Tray habe ich an die Wand hinter dem Auge geschraubt und das MSI A88XI AC plus AMD 7850K montiert und mit der Wasserkühlung verbunden. Das I/O Panel vom ursprünglichen Gehäuse habe ich eingesetzt und verkabelt. Zur Befestigung des Netzteils habe ich eine rechtwinklige Metallschiene an die Bodenplatte geschraubt und den Festplattenkäfig daneben gesetzt. Der flog allerdings kurz vor Schluss wieder raus, weil uns einfach die Zeit fehlte, die Festplatten einzusetzen und eine ordentliche Verkabelung zu machen.





Anschließend habe ich die Arme und das Auge montiert.





Für das Auge hatten wir uns etwas Spezielles überlegt, wie Kathrin ja bereits angedeutet hat^^ Ein der charakteristischsten Eigenschaften vom Claptrap ist, dass er Mist quasselt, ohne Ende. Und wir dachten, dass muss auch in unseren Mod integriert werden. Wir haben also in die Iris einen Bewegungsmelder gesetzt und vorne im Case eine Box eingebaut. Mi Hilfe eines RaspberryPi haben wir den Bewegungsmelder so programmiert, dass er alle 7 Sekunden ausgelöst werden konnte und dann eines von Claptraps bekannten Zitaten abgespielt wurde. Da unsere Pink Princess eine weibliche Version vom Claptrap ist, brauchten wir eine entsprechend weibliche Stimme. Also hat Kathrin in Vorbereitung auf die DCMM ihre Claptrap Lieblingszitate und darüber hinaus auch ein Paar eigene Kreationen eingesprochen und über Audacity bearbeitet.
Das Produkt könnt ihr hier sehen/hören:


Leokasi

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Samstag, 29. August 2015, 22:18

die quasselt ja ununterbrochen... :crazy:
Gut, dass ich nicht auf der DCMM war und mir das anhören musste :rofl: :rofl:
Wodden Keyboard Series: [Contest-Worklog] We-Mod-IT CE-Modding Contest 2015 the_leons Wooden Keyboard Series
the_beast: [Casemod] the_beast by the_leon
Projekt 17-2: [Casemod] Projekt 17-2

Mopsi san

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Sonntag, 30. August 2015, 17:02

Am dritten Tag habe ich gegen die Zeit gepinselt^^ Die Patches auf dem Schuh habe ich in unterschiedlichen Metalltönen angemalt. Dafür habe ich Acyrlsilber und -bronze pur aufgetragen oder mit verschiedenen grün und pink tönen gemischt. So entstand die Vielfalt an Farben in sehr kurzer Zeit. Ich habe Schnürsenkel aus lila und grünem Paracord geschnitten und in die Löcher des Stiefelschafts gefädelt. In die Vorderräder habe ich spitze Nieten verschraubt und diese in Bronze- Farbe übergebürstet, damit ein used-metallic Look entstand. Das gleiche habe ich auch mit allen Details, die bisher erst schwarz angesprüht waren, gemacht. Anschließend haben wir die Details an das Case teils geschraubt, teils geklebt. Parallel habe ich rund um das Gehäuse einen durchgehenden Streifen mit Klebeband abgeklebt, auf den ich dann mit einem Schwamm weiße Farbe aufgetupft habe.









Anschließend haben wir das Gehäuse auf den Fuß gesetzt. Die Schwierigkeit bestand zum einen darin, die Kabel der LEDs vom Schuh durch die kleine Öffnung in der Bodenplatte zu fummeln, während Stefan das Case gehalten hat. Zum anderen wurde der Fuß, also das Kantholz, im nicht sichtbaren Bereich über 4 Winkel an die Bodenplatte geschraubt und da kam man richtig schwierig mit dem Schraubenzieher ran. Dann ließen sich die Schrauben nicht in die MDF-platte bringen, da wir es im Stress versäumt hatten, Löcher vorzubohren. Das hat Stefan dann nachgeholt, während ich das Gehäuse samt Hardware hochgehalten habe. Diese Übung sah, glaub ich, sehr interessant aus :D







In den letzten Sekunden habe ich dann noch schwarze Detaillinien mit einem Edding aufgemalt, um den typischen Borderlands-Stiel zu treffen, während Stefan wirklich in den letzten 30 Sek die LEDs verlötet hat. Dann Deckel hinten drauf, der über 4 Magnete, die Stefan zuvor an der Innenseite angebracht hatte, gehalten wurde. Und fertig.



Einen Zusammenschnitt unserer einzelnen Arbeitsschritte vom 24h-Live-Modding gibt es in diesem Video zu sehen:



Joker

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Sonntag, 30. August 2015, 18:56

Sehr geil 8)
Auch das Video ist echt der Knaller :thumbsup:
Ich kann mir billiges Werkzeug nicht leisten!!!
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